Kamale N´goni

„N´goni“ ist ein traditionelles Saiteninstrument der Jäger aus der Wassoulou Region, heute Mali, Guinea und Elfenbeinküste. Es werden 3 unterschiedliche N´gonis unterschieden: Kamale, Donso, Djeli N´goni.

Die „Kamale“ N´goni („kamale“ übersetzt „Jugend“), welche eher für modernere Kompositionen eingesetzt wird. Sie hat zwischen 8 und 16 Saiten und wird bequem vor dem Körper gehalten. Sie besteht aus einer mit Ziegenfell bespannten Kalebasse als Klangkörper einem ca.1,5m langen Stab als Hals und 2 paralellen Saitenbünden. In natürlicher Haltung wird sie mit Daumen und Zeigefinger beider Hände gespielt. Durch die Pentatonische Stimmung klingt sie sofort „gut“ ohne dass schwierige Tonleitern oder Griffe einstudiert werden müssen. Ihr Klang ist voll und sehr angenehm zu hören.

Ein ideales Instrument um Musikneulingen schnell eine motivierende Musikerfahrungsgelegenheit zu beschaffen und das Musikmachen in der Gruppe zu ermöglichen. Gleichzeitig besteht die Chance Ungleichheiten der beiden Körperseiten auszugleichen. Es gibt keine Aufgabenteilung der linken und rechten Hand wie bei Streich und Zupfinstrumenten üblich. Beide Seiten agieren gleichwertig und unabhängig.

Die ursprünglichere „Donso“ N´goni („Donso“ heißt „Jäger“) mit 6 Saiten ist auch heute noch ein rituelles Instrument der Jäger. Es wird für Zeremonien, Geschichtenerzählung und Magie eingesetzt.
Die „Djeli“ N´goni wird ähnlich wie ein Banjo gespielt und besitzt 3-5 Saiten.

Anfänger

Erste Instrument erforschende Fingerübungen, Rhythmen mit nur wenigen Saiten, Gruppenerlebnis

Fortgeschrittene

komplexere Rhythmen, Breaks und Variationen, mehrstimmiges Spielen, Donso Techniken